Fortschritte bei der Erstattung der PET/CT durch die gesetzliche Krankenkasse

19.09.08

Mamazones PET-ition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags für die Erstattung der PET-CT trägt erste Früchte.

Mamazones PET-ition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags für die Erstattung der PET-CT trägt erste Früchte: Gesundheitspolitiker, Mediziner und Krankenkassenvertretern fällten jetzt in Berlin in enger Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zukunftsweisende Entscheidungen: Patienten mit Lungen-, Brust- und Lymphdrüsenkrebs sowie zukünftig auch Darmkrebs können sich auf Kosten der TK, DAK sowie wichtiger BKK und IKK mit der innovativen Krebsdiagnostik PET/CT im Diagnostisch Therapeutischen Zentrum (DTZ) Berlin und in Zukunft in weiteren qualifizierten ambulanten PET/CT-Einrichtungen untersuchen lassen.

Mit solchen Modellvorhaben der sogenannten Integrierten Versorgung sollen einerseits die aktuelle Versorgungssituation für Krebspatienten verbessert und andererseits ein Beitrag zur Gewinnung von neuen wissenschaftlichen Daten sowie darauf basierenden Entscheidungen geleistet werden.

Bis medizinische Innovationen in Deutschland ankommen, vergeht viel Zeit. Zu viel Zeit. Zeit. So werden die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung bislang flächendeckend nur bei Patienten mit Lungenkrebs von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen. Damit bildet Deutschland das Schlusslicht im internationalen Vergleich. Eine Entscheidung zu weiteren Krebsarten wird voraussichtlich noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

„Diese Verträge dienen als Überbrückungslösung bis zu einer Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses,“ so Prof. Dr. Wolfgang Mohnike vom DTZ Berlin. „Krebspatienten können nicht warten. Sie brauchen eine zuverlässige und präzise Diagnostik, mit deren Hilfe Therapien optimiert werden können. Die PET/CT ist die derzeit sicherste Diagnosemethode, wie durch die amerikanische CED-Studie erneut nachgewiesen wurde.“

Wie funktioniert die PET-CT?

Die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) ist ein molekulares Bildgebungsverfahren. Sie erkennt das Krebsgewebe aufgrund eines gesteigerten Stoffwechsels der kranken Zellen. Diese Bilder werden mit einer CT (Computer-Tomographie) kombiniert. Die Computer-Tomographie zeichnet eine genaue anatomische 3D-Landkarte des Körpers. Durch das Zusammenführen beider bildgebenden Verfahren kann der Tumor eindeutig lokalisiert werden.
Neue PET/CT-Geräte ermöglichen erstmals auch die Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Katheter.