Aspirin senkt Brustkrebs-Risiko

10.10.08

Die Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel (sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika) wie zum Beispiel Aspirin oder Ibuprofen kann möglicherweise die Entstehung von Brustkrebs hemmen.

Hinweise darauf gibt es bereits seit längerer Zeit. Nun aber erhärtet die bislang umfangreichste Übersichtsstudie (in der Fachsprache Meta-Analyse genannt) diese Vermutung erneut: berücksichtigt wurden die Daten aus 38 Untersuchungen zu dieser Frage unter Beteiligung von insgesamt 2,788715 Millionen Frauen.

Das spanisch-kanadische Forscher-Team konnte zeigen, dass die regelmäßige Einnahme solcher Entzündungshemmer das Brustkrebsrisiko um rund zwölf Prozent senkt. Der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) verringerte die Brustkrebs-Wahrscheinlichkeit um 13 Prozent, bei der Propionsäure (Ibuprofen) waren es sogar 21 Prozent.

Die Untersuchung sei ein weiterer Beweis dafür, dass Entzündungsprozesse in Verbindung mit Brustkrebs stehen, schreiben die Autoren der Studie im „Journal of the National Cancer Institute“. Bei Entzündungen werden Botenstoffe des Körpers mit dem Namen Prostaglandine gebildet. Diese Botenstoffe kurbeln auch die Produktion von Östrogen an. Weitere Aufschlüsse erhoffen sie sich von einer noch laufenden großen Untersuchung, deren Ergebnis 2009 vorliegen soll.

Literatur: Bahi Takkouche, Carlos Regueira-Méndez, Mahyar Etminan: Breast Cancer and Use of Nonsteroidal Anti-inflammatory Drugs: A Meta-analysis. JNCI J Natl Cancer Inst 2008 October 7, Online-Vorabveröffentlichung