Innovativer Test erspart vielen Brustkrebs-Patientinnen eine Chemotherapie

13.07.09

Vielen Brustkrebs-Patientinnen kann eine Chemotherapie nach der Operation erspart werden, wenn direkt nach dem Eingriff das entfernte, frische Gewebe auf bestimmte Eiweißmoleküle getestet wird. Darauf weist Prof. Dr. med. Dirk Behringer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie & Palliativmedizin, Augusta-Krankenhaus Bochum, im Interview mit dem Online-Gesundheitsmagazin www.rheinruhrmed.de hin.

 

Sein Zentrum bietet als eines von derzeit erst fünf Häusern in Deutschland diesen Test routinemäßig an. „Der Test gilt leider nicht für alle Fälle von Brustkrebs, sondern nur für eine Subgruppe von Patientinnen, die aber ungefähr 70 bis 80 Prozent aller Brustkrebsfälle in Deutschland ausmacht. Und in dieser Subgruppe können wir ca. 30 bis 40 Prozent dank des Tests eine Chemotherapie ersparen“, so Prof. Behringer.

Der so genannte uPA/PAI-1-Test kann einer bestimmten Gruppe von Brustkrebs-Patientinnen nach der Operation die Chemotherapie ersparen. Maßgeblich an der Entwicklung dieses "Chemo-Entscheidungstests" war mamazone-Beiratsmitglied Prof. Nadja Harbeck, Universitäts Frauenklinik Köln, beteiligt.

Nun, nach rund zehn Jahren Vorarbeit und bereits weiter Verbreitung in den USA trägt ihre Arbeit auch hier in Deutschland Früchte. Das Online-Magazin Rheinruhrmed befragte den Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin des  Augusta-Krankenhauses  Bochum, Professor Prof. Dr. med. Dirk Behringer zum Test. Lesen Sie das ganze Interview.

Quelle
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