Chemo durch die Leberarterie erhöht Lebenserwartung bei Lebermetastasen

02.10.09

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J. W. Goethe-Universität unter Leitung von Professor Thomas Vogl hat jetzt die Wirksamkeit einer Chemotherapie-Behandlung im Rahmen der sogenannten Transarteriellen Chemoembolisation (kurz TACE) untersucht.

Über 200 Patientinnen mit brustkrebsbedingten Lebermetastasen wurden in der Studie behandelt. Ergebnis: Dieses innovative Verfahren kann die Lebenserwartung von Frauen mit Lebermetastasen deutlich erhöhen und hilft auch als Überbrückungsbehandlung für Erkrankte, die vor weiteren Therapien stehen. Außerdem bestätigte die Studie, dass durch die neue Behandlungsmethode Lebertumore in vielen Fällen verkleinert und die Anzahl von Metastasen deutlich verringert werden kann.

Denn durch die arterielle Zufuhr der Chemowirkstoffe in das Lebergewebe kann eine bis zu hundertfach höhere Konzentration der Wirkstoffe verabreicht werden als beispielsweise bei einer systemischen Chemotherapie. Hinzu kommt, dass  durch das Verschließen der Arterien die Blutversorgung des Tumors unterbrochen wird und dadurch der gezielte Zelltod des Tumorgewebes herbeigeführt werden kann.

Quelle: JournalOnkologie, Regensburg