mamazone TV-Tipp

10.12.09

15. Dezember 2009, 23:15 Uhr, VOX „Ich will ja leben, oder?“ – Ein Krebstagebuch Ein Film von Kathrin Spielvogel und Nicholas Feustel

Das bewegende Krebstagebuch der Schauspielerin Kathrin Spielvogel die im April 2004 mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wurde.

Film-Trailer unter: www.spiegel.de/video/video-1036191.html

Dipl.- Psych. Jörn Koltermann (Hamburg), der an diesem Film mitwirkte, schrieb:

Nachfolgend ein Hinweis auf die Ausstrahlung eines Films, der für einige interessant sein könnte:

"Ich will ja leben, oder?" - Ein Krebstagebuch
Ein Film von Kathrin Spielvogel und Nicholas Feustel
Psychologische Beratung: Jörn Koltermann 
Sendetermin: Spiegel TV, 15. Dezember 2009, 23:15 Uhr, VOX  

Freunde, Verwandte oder Patienten mit einer Krebserkrankung zu begleiten ist angesichts des unsichereren Verlaufs eine fordernde Aufgabe.

Dieser Film von Kathrin Spielvogel ist aus ihrer Not heraus entstanden, selbst bei einem positiven Verlauf der Erkrankung mit der Angst konfrontiert zu sein, das Erlebte nicht verarbeiten zu können. Weil es keinen Zeugen für die vielen Stunden der einsamen Verzweiflung gibt.  Die Kamera wurde so zu Kathrins Zeuge, dem sie alles sagen konnte. Ich habe zu Beginn als Freund, und dann immer mehr auch vor meinem beruflichen Hintergrund die Entstehung des vorliegenden Films begleitet.  Auch mit der Frage, was eine Veröffentlichung des Materials für Folgen für Kathrin haben könnte.

Entstanden ist nun ein tiefer Einblick in die Trauer, Not und Verzweiflung aber auch die Sehnsucht eines Menschen, wenn niemand mehr im Raum ist. Wenn die Einsamkeit in der Erkrankung ihren Tribut fordert und die gegenüber Anderen noch mühsam aufrecht erhaltene Kraft einen Menschen verlässt.  Im Angesicht der wachsenden medial verordneten Tapferkeitsverpflichtung, bei potentiell tödlich verlaufenden Erkrankungen, halte ich diesen Film für besonders wichtig, um letztlich das Grundlegende nicht zu vergessen:
Der Mensch wird trotz aller Aufklärung in einer solchen Situation mit einer schmerzlichen Endlichkeit konfrontiert, vor der wohl die Meisten am Liebsten die Augen verschließen würden.

Die Presseinformationen zur Beitrag erhalten Sie hier zum Download als PDF.