Grünes Licht für Soja bei Brustkrebs-Patientinnen

03.01.10

Jahrelang waren sich die Forscher uneins, ob Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch und Sojabohnen von Brustkrebs-Patientinnen ohne Bedenken gegessen werden können oder nicht, weil Sojaprodukte pflanzliche Östrogene, die sogenannten Isoflavone, enthalten.

Jetzt gibt eine große Studie mit 5.000 Brustkrebs-Patientinnen des Shanghai Institute of Preventive Medicine und der Vanderbilt University, Nashville, grünes Licht für den Sojakonsum von Frauen mit Brustkrebs: der reichliche Verzehr von Soja senkte in der Studie - zumindest in den ersten vier Jahren - die Rückfallgefahr um fast ein Drittel und die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu sterben, um 29 Prozent. Der schützende Effekt von Soja - so berichten die Wissenschaftler im angesehenen Fachjournal JAMA (Journal of the American Medical Association) - zeigte sich unabhängig vom Hormonstatus des Brusttumors und der Einnahme des Medikaments Tamoxifen.

Daraus schließen die Mediziner der Vanderbilt-Universität in Nashville vorsichtig, dass zumindest mäßiger Sojakonsum sicher und vielleicht sogar wohltuend für Brustkrebs-Patientinnen sei. Ob dies auch für sojahaltige Nahrungsergänzungen gelte, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Literaturhinweis: Shu et al.: Soy Food Intake and Breast Cancer Survival. JAMA.2009; 302: 2437-2443.