Suppressor-Gen zeigt Rezidivrisiko bei Brustkrebs an

11.02.10

Das  Gen heißt  "ITIH5", und gehört zur Gruppe der Tumorsuppressor-Gene. Diese Gene haben die Aufgabe, das Wachstum von Krebszellen zu  bremsen. "ITIH5" wurde von Forschern der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie an der RWTH Aachen entdeckt.

Das neu entdeckte Gen ist nach Ansicht der Aachener Wissenschaftler wichtig für die Vorhersage der Heilungschancen besonders von Brustkrebspatientinnen ohne Befall der Lymphknoten in den Achselhöhlen. Durch eine genetische Analyse des Tumorgewebes könne künftig vielen Frauen dieser Gruppe die Übertherapie erspart werden, sagte der Aachener Molekularexperte Professor Edgar Dahl.

Patientinnen mit dem funktionstüchtigen Gen "ITIH5" hätten ein geringes Rückfall-Risiko und eine "sehr gute" Prognose. Patientinnen mit einem ausgeschalteten Gen "ITIH5" müssten sich hingegen auf ein hohes Rückfall-Risiko einstellen.
Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit für Frauen ohne Lymphknotenbefall, ihr Rückfallrisiko zu testen. Frisch herausoperiertes Brustkrebsgewebe kann auf die Menge an uPA und PAI 1 getestet werden. Hier finden Sie die Liste der Labore und Kliniken, in denen der Test durchgeführt wird.