Doppelschlag gegen metastasierten Brustkrebs

21.02.10

Die gleichzeitige Gabe des Antikörpers Trastuzumab (Handelsname Herceptin) und des Tyrosinkinase-Hemmers Lapatinib (Handelsname Tyverb) kann bei einem metastasierten, HER-2-positivem Brustkrebs die Überlebenszeit verlängern, besonders dann, wenn die Krebszellen im Laufe der Behandlung gegen den Antikörper Trastuzumab resistent geworden sind.

Dies zeigte eine auf dem 32. San Antonio Breast Cancer Symposium vorgestellte Studie der amerikanischen Onkologin Kimberly L. Blackwell und Kollegen. Rund 300 Brustkrebspatientinnen waren in der Untersuchung mit Lapatinib allein oder mit einer Kombination aus Lapatinib und Trastuzumab behandelt worden. Alle Frauen hatten einen metastasierten Brustkrebs, der nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung mit Trastuzumab zurückgekehrt war. Durch die Kombinationstherapie mit Lapatinib und Trastuzumab konnte die Überlebenszeit deutlich (in der Studiensprache signifikant genannt) verlängert werden. Als Ursache für die bessere Wirksamkeit des Doppelschlags der beiden Wirkstoffe vermuten die Experten eine gegenseitige Verstärkung  der beiden Antikörper.

Das Wirkprinzip von Trastuzumab ist auf die Oberfläche der Brustkrebszelle gerichtet, Lapatinib hingegen arbeitet im Kern der Krebszelle.

Literatur: Blackwell, K.L. et al.: Updated Survival Analysis of a Randomized Study of Lapatinib Alone or in Combination with Trastuzumab in Women with HER2-Positive Metastatic Breast Cancer Progressing on Trastuzumab Therapy. San Antonio Breast Cancer Symposium 2009, Präsentation am 12. Dezember 2009, Abstract 61