Bundesverdienstkreuz für mamazone-Gründerin Ursula Goldmann-Posch

21.04.10

(ibw / tj) Ursula Goldmann-Posch, Gründerin von mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V., - der größten Patientinnen-Initiative im Kampf gegen Brustkrebs - ist von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Ministerpräsident Horst Seehofer übergab die hohe Auszeichnung am Mittwoch, den 21. April 2010 in einer Feierstunde im Prinz-Carl-Palais in München an Ursula Goldmann-Posch.

In seiner Laudatio würdigte Seehofer das überaus große Engagement in der Verbesserung der Situation von Brustkrebspatientinnen und den persönlichen Einsatz der Ausgezeichneten, die – so Seehofer – „als Medizinjournalistin und Buchautorin sowie als Patientinnen-Vertreterin auf hochrangigen nationalen wie internationalen Fachtagungen die neuesten Erkenntnisse im Zusammenhang mit Prävention, Diagnostik und Therapie von Brustkrebs zu den betroffenen Patientinnen transportiert.“


Zur Person

Ursula Goldmann-Posch wurde 1949 in Bozen (Italien/Südtirol) geboren. Nach ihrem Abitur 1968 in Mailand studierte sie modernen Sprachwissenschaften an der Universität Padua. Seit 1970 lebt Frau Goldmann-Posch in Deutschland und arbeitet als Journalistin und Sachbuchautorin mit den Fachgebieten Medizin und Psychologie und war als Redakteurin für Weltbild, Die Welt und andere Medien in den Fachgebieten Medizin, Psychologie und Frauenthemen tätig.
Im Jahr 1999, drei Jahre nach ihrer eigenen Brustkrebserkrankung gründete Ursula Goldmann-Posch den Verein „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.“, Augsburg, der unter ihrer Ägide zur aktivsten Patientinnen-Initiative im Kampf gegen Brustkrebs in Deutschland wurde. 2002 gründete sie mit zahlreichen Brustkrebspatientinnen, Ärzten und Wissenschaftlern die Patientinnen-Stiftung PATH -:Patients Tumorbank of Hope. 2008 hob sie mit Vertretern aus Medizin, Forschung, Wissenschaft und öffentlichem Leben und natürlich Patientinnen die PONS-Stiftung, Patienten Orientierte NachSorge Stiftung aus der Taufe. Vor zehn Jahren hat sie eine einmalige Fortbildungsakademie das „Projekt Diplompatientin“ von Frauen mit Brustkrebs für Frauen mit Brustkrebs am Klinikum in Augsburg ins Leben gerufen. Zu dem alljährlichen viertägigen Patientinnenkongress mit renommierten Brustkrebsexperten kommen mehrere Hundert Zuhörerinnen aus ganz Deutschland nach Augsburg.

Publikationen von Ursula Goldmann-Posch

„Tagebuch einer Depression“
(Kindler/Droemer Knaur 1985, 1987, 1991, 1999)
Übersetzungen in Französisch, Japanisch, Holländisch, Serbokroatisch

„Unheilige Ehen – Gespräche mit Priesterfrauen“
(Kindler/Droemer Knaur 1985, 1988)

„Wenn Mütter trauern“
(Kindler/Droemer Knaur 1988, 1990, 1994, 1998)

„Der Knoten über meinem Herzen“
(Karl Blessing Verlag, 2000)

„Über-Lebensbuch Brustkrebs“
(Schattauerverlag 2003, 2004, 2005)

Beachten Sie dazu auch unsere Pressemitteilungen und Materialien von der Verleihung am 21.04.2010.