Informationswünsche und –wege der Patienten bei apparativen Untersuchungen

09.11.10

Hochschule Augsburg startet erstes bundesweites Kommunikationsprojekt mit Informationsanalyse in der Bevölkerung rund um Medizintechnik

Augsburg, Oktober 2010. Eigenverantwortung und Mitentscheidung von Patienten im Gesundheitswesen sind erwünscht und nehmen ständig zu. Eine entscheidende Voraussetzung für mündige und überzeugte Patienten ist die nötige Transparenz und der Zugang zu verlässlichen guten patientenverständlichen Informationen im Gesundheitssektor. Bei Untersuchungen mit Apparaten oder Röntgengeräten, vor Gesundheits-Check-Ups oder bei regelmäßigen Vorsorgemaßnahmen bestehen häufig – unabhängig von den ärztlichen Beratungen - latentes Unbehagen oder Ängste und ein Aufklärungsbedarf der Betroffenen sowie deren Angehörigen. Was kommt bei dem Procedere auf den Patienten zu? Wie ist das Vorgehen? Welche wichtigen apparativen Unterschiede gibt es? Welche Erkenntnisse können die Un-tersuchungen bringen? Was sollte man als Laie unbedingt vor oder bei Untersu-chungen wissen und beachten? Welche Erfahrungen haben andere schon ge-macht? Wo gibt es verlässliche Informationen über Medizintechnik und Funktions-weisen? Gegenüber den USA gibt es bei uns noch Nachholbedarf beim Angebot entscheidungswichtiger Informationen über Apparatemedizin und medizintechnische Untersuchungen für Laien von Seiten der Hersteller.   

Diesem aktuellen Kommunikationsthema widmet sich eine jetzt beginnende bun-desweite Patientenstudie der Hochschule Augsburg mit 22 Wirtschaftsstudierenden unter der Leitung ihres Marketingprofessors Prof. Dr. Gerhard F. Riegl. Realisiert wird dieses unabhängige wissenschaftliche Hochschul-Forschungsprojekt in Koope-ration mit Siemens Deutschland Sector Healthcare.

Die Studenten wollen auf der Grundlage der Forschungsergebnisse Vorschläge zur bedarfsgerechten patienten-idealen Kommunikationsarbeit von Seiten eines Herstel-lers rund um Medizintechnik vorlegen. Einen Mehrwert sollen diese Forschungser-kenntnisse und Kommunikationsverbesserungen für alle Patienten, Informationsinte-ressenten in der Bevölkerung auf dem Gebiet der Medizintechnik sowie die  Anwen-der von Medizintechnik in Praxen und Kliniken bieten.

Bereits 2009 legte Prof. Riegl von der Hochschule Augsburg eine viel zitierte Appa-rate-Imagestudie bei Patienten vor mit dem Ergebnis ebenbürtiger Attraktivität von Medizintechnik neben guter ärztlicher Betreuung. Diesmal geht es um konkrete In-formationswünsche, bevorzugte Auskunftsquellen und Medien oder ideale Aufklä-rungsmittel zur Apparatur bei technisch betonter Medizin im Vorfeld oder im An-schluss an entsprechende Untersuchungen sowie bei Behandlungen. Nicht unter-sucht werden ärztliche Diagnosen oder Indikationen.

Gefragt werden Patienten in Praxen und Kliniken, die unmittelbar mit der Medizin-technik in Berührung stehen. Sie können am besten beurteilen, wo es Lücken oder Verbesserungsbedarf in der rechtzeitigen, verständlichen Information über apparati-ve Medizin und beim Auffinden in bisherigen oder neuen Medien gibt. Alle Befra-gungen finden im November 2010 in Kooperation mit Ärzten aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Laden Sie das Umfrage-PDF (600KB) direkt auf unserer Seite herunter. Auf Anfrage wird der Fragebogen an interessierte Bürger sowie an beteiligte Praxen und Kliniken verschickt oder ab 9.11.2010 direkt als Download auf der Hochschulseite angeboten. Bitte senden Sie die ausgefüllten Fragebögen bis spätestens 30.11.2010 an die am Fragebogen-Schluss angegebene Adresse zurück oder via Fax an 0821- 598 2902.

Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Gerhard F. Riegl                    
Hochschule Augsburg Fakultät Wirtschaft                
Schillstraße 100                        
86169 Augsburg                        
Tel.  0821 / 567 144 0
E-Mail: Prof.Riegl(at)hs-augsburg.de