Zirkulierende Tumorzellen

14.12.10

Zirkulierende Krebszellen bei frühem Brustkrebs: Möglichkeit zur maßgeschneiderten Behandlung

Das Auffinden von einer bis vier zirkulierenden Tumorzellen im Blut von Brustkrebspatientinnen im Frühstadium bedeutet annähernd eine Verdoppelung ihres Risikos, einen Rückfall zu erleiden und an Brustkrebs zu sterben. Die Entdeckung von fünf oder mehr solcher Krebszellen im Blut steigert die Gefahr einer Wiederkehr der Krankheit um ein Vierfaches und die Aussicht auf einen Tod an Brustkrebs um 300 Prozent. Das sind die Ergebnisse der SUCCESS-Studie, die jetzt auf dem 33.San Antonio Brustkrebs-Symposium, Texas, präsentiert wurden. Die Zellen wurden bei Patientinnen nach der Operation und vor einer Chemotherapie gefunden. „Die Ergebnisse unserer Studie bestätigen, dass ein Brusttumor schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt, noch vor der Operation, seine Zellen ins Blut abgibt“, sagt Dr. Brigitte Rack, Leiterin der Abteilung für Gynäkologische Onkologie der Unifrauenklinik München und ergänzt: „Überleben diese herumvagabundierenden Zellen die Chemotherapie, so handelt es sich vermutlich um Tumorstammzellen.“
Durch diesen Bluttest – so Rack - könnte künftig die Therapie für tumorzellpositive Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko individualisiert, intensiviert und durch zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten erweitert werden.