Bisphosphonate in der adjuvanten Therapie? Ja - aber gezielt!

12.04.11

Neue Erkenntnisse aus der AZURE-Studio „Adjuvante Behandlung mit Bisphosphonaten - wann und für wen?“ Inge Bördlein-Wahl im Experten-Gespräch mit Prof. Ingo J. Diel

Bisphosphonate in der adjuvanten Therapie? Ja - aber gezielt!

Viele Brustkrebspatientinnen und ihre Ärzte haben auf den Nutzen einer vorbeugenden Therapie mit Bisphosphonaten, die eigentlich ihren festen Platz in der Therapie von Knochenmetastasen haben, mit dem Ziel einer Verhinderung von Krankheitsrückfällen gebaut. Beim weltweit größten Brustkrebskongress in San Antonio (Texas) wurden Ende letzten Jahres nun ernüchternde Daten vorgestellt.

Eine Zwischen-Auswertung der AZURE-Studie* hat zumindest für junge Frauen mit Brustkrebs –also vor den Wechseljahren- ergeben, dass sie von der zusätzlichen Gabe des hoch wirksamen Bisphosphonats Zoledronsäure (im Handelsnamen Zometa®) nicht länger krankheitsfrei überlebt haben als die, die das Bisphosphonat nicht erhalten hatten.

Insgesamt wurden 3.360 Patientinnen – vor und nach den Wechseljahren - in die internationale Studie aufgenommen. 1665 Frauen erhielten nach ihrer Erstbehandlung zusätzlich zur antihormonellen Therapie regelmäßig alle sechs Monate eine Infusion mit Zoledronsäure über mehrere Jahre .Die Vergleichsgruppe erhielt nur die antihormonelle Behandlung und anstelle des Bisphosphonats ein Placebo. In beiden Gruppen kam es etwa bei jeder fünften Frau zu einem Krankheitsrückfall innerhalb der Beobachtungszeit von knapp fünf Jahren. Somit wurde das Studienziel, nämlich eine rückfallfreie Lebensverlängerung in der Bisphosphonate-Gruppe, nicht erreicht.

Lesen Sie den ganzen Text und das Experteninterview mit Prof. Diel.