Schnellere Diagnose bei Brustkrebs dank NASA-Nanotechnologie

29.05.11

Artidis ist der Name eines neuen Rastermikroskops, das von Wissenschaftlern des Biozentrums der Universität Basel entwickelt wurde. Dieses Mikroskop könnte – so heißt es in der Presseinformation der Universität Basel – „die Gewebediagnostik auf den Gebieten von Brustkrebs und Osteoathrose revolutionieren.“

Das Besondere am neuen Diagnosegerät: Das Artidis –Mikroskop, das mit modernster Nanotechnik aus der Raumfahrt arbeitet (ein Prototyp des Mikroskops wurde auf der NASA-Marsmission 2008 zur Analyse des Bodens eingesetzt), kann dank seiner hohen nanomechanischen Sensivität in Minutenschnelle unterschiedliche Gewebearten und Stadien von  Weichsteilerkrankungen analysieren und so z.B. klären, ob ein Brusttumor gutartig oder bösartig ist. Damit lässt sich die belastende Wartezeit bis zu einer sicheren Diagnose für die Patientin deutlich verkürzen.
Eine weiterer Vorzug von Artidis: Die Gewebediagnostik beschränkt sich nicht auf die qualitativ-histologische Beurteilung einer Probe, sondern lässt sich durch quantitative Messungen mit statistischen Auswertungen ergänzen. Dadurch wird das Untersuchungsergebnis exakter und sicherer. Auch in der klinischen Handhabung bringt das neue Verfahren Vorteile. Während bei den konventionellen Diagnostikverfahren meist mehrere Gewebeprobe für die Laboruntersuchung entnommen werden müssen, kommt Artidis mit einer einzigen Probe für die Analyse aus.
Derzeit arbeitet das Team um Prof. Roderick Lim daran, die Analysezeit des Mikroskops durch Erhöhung der Geschwindigkeit und Verbesserung der Sensivität  noch weiter zu reduzieren. Bis zur Marktauglichkeit von Artidis wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Bis dahin wird das Projekt weiterhin von der Kommission für Technologie und Innovation finanziell gefördert. (akk)