Schluss mit der sentimentalen Pinkerade im Brustkrebsmonat Oktober!

20.10.11

mamazone und der Arbeitskreis Frauengesundheit sind sich einig!

Die Außenmauern des bekannten Münchner Gasthofs „Platzl“ erstrahlten am vergangenen 19.Oktober in kitschigem Pink: Im Rahmen der Kampagne 'Bewusstsein für Brustkrebs' hatte ein hochpreisiger amerikanischer Kosmetikkonzern nicht nur am Brandenburger Tor in Berlin, sondern auch in München mit einer Lichtinstallation auf sich und die Sache Brustkrebs aufmerksam gemacht. Damit setzt das Unternehmen die alljährliche Tradition im Oktober fort, mehr Aufmerksamkeit für das Thema Brustkrebs und Vorsorge zu wecken.

Mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. schließen sich der kritischen Einschätzung des Münchner Frauengesundheitszentrum von derlei Events voll und ganz an. In einer gemeinsamen Erklärung des Arbeitskreises Frauengesundheit (AKF), dem das Münchner Zentrum angehört, wird die 'fortschreitende Kommerzialisierung und ökonomische Ausbeutung des Themas Brustkrebs' als Fehlentwicklung bezeichnet, der entschieden entgegen getreten werden müsse.

Firmen überträfen sich gegenseitig mit PR-Kampagnen und sammelten Spendengelder ein. Die Aufmerksamkeit werde dabei auf hochpreisige Kosmetika gelenkt. 'Der Verzicht auf krebserregende Chemikalien in Kosmetika steht dagegen nicht auf der Agenda', so der AKF, weswegen durch derartige Aktionen mehr Schaden als Gewinn für Frauen entstehe. Außerdem – so mamazone-Gründerin und Ehrenvorsitzende Ursula Goldmann-Posch – „lenkt dieser Pink-Mumpitz vom eigentlichen Anliegen Brustkrebs ab und beleuchtet nicht, dass Jahr pro Jahr in Deutschland 20.000 Frauen an Brustkrebs sterben“.