Vitamin D macht Aromatasehemmer verträglicher

30.07.12

Im Rahmen der ASCO-Tagung in Chicago stellte Dr. Qamar J. Khan vom University of Kansas Medical Center in Kansas City die Ergebnisse einer Studie vor, die den Einsatz einer Vitamin-D-Supplementierung während einer adjuvanten Therapie mit Aromatasehemmern (AI) untersuchte.

Tatsächlich zeigten sich bei der Untersuchung, dass von den knapp 150 untersuchten Patientinnen 20% weniger unter muskuloselettalen Schmerzen litten. Auch Fatigue-Symptome besserten sich unter der Vitamin-D-Supplementierung. Die zusätzliche Gabe von Vitamin D zur adjuvanten Therapie mit Letrozol sei sicher und reduziere die AI-bedingten muskuloskelettalen Komplikationen, so Dr. Qamar J. Khan.

Viele postmenopausale Patientinen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs, die sich einer adjuvanten Therapie mit einem Aromatasehemmer unterziehen, entwickeln muskuloskelettale Komplikationen und Fatigue-Symptome. Nicht selten wird deswegen die Therapie abgebrochen. Zudem leiden viele Brustkrebspatientinnen unter einem Vitamin-D-Mangel.

Dr. Khan kam zu dem Schluß, dass die Vitamin-D-Supplemetierung möglicherweise helfen könne die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern und so dazu beitragen könne auch die Compliance zu verbessern.

Quelle: Deutsche Ärztezeitung