Verheiratete Krebspatienten leben länger als Singles

26.09.13

Menschen, die zum Zeitpunkt ihrer Krebsdiagnose verheiratet sind, leben länger als Singles. Das ist das Fazit von Wissenschaftlern vom Dana-Farber Krebszentrum in Boston. Bei verheirateten Krebspatienten wurde der Krebs früher entdeckt und sie bekamen häufig auch eine bessere Behandlung als ihre nicht verheirateten Leidensgenossen.

„Unsere Studiendaten zeigen, dass der Status Ehe einen erheblichen Einfluss auf Krebspatienten haben kann und zwar durch alle Krebsarten hinweg“, sagt Ayal Aizer, Erstautor der Veröffentlichung im Journal of Clinical Oncology und Radioonkologe. „Wir vermuten, dass der Grund für ein deutlich längeres Überleben die seelische und soziale Unterstützung durch den Ehepartner ist. Häufig begleiten Ehepartner Krebspatienten zu den ärztlichen Terminen und achten darauf, dass die Empfehlungen und Behandlungen des Arztes auch eingehalten werden.“ Die analysierten Daten von rund 735.000 Patienten des US-Krebsregisters SEER aus dem Zeitraum 2004 bis 2008 zeigten, dass Verheiratete zu 53 Prozent häufiger die von den Leitlinien empfohlene Therapie erhalten als Alleinstehende. Das Sterberisiko von Eheleuten mit Krebs war um 20 Prozent geringer als das von Alleinstehenden.

Publikation: Marital Status and Survival in Patients With Cancer JCO JCO.2013.49.6489; Online-Veröffentlichung vom 23. September 2013