Studie zur Onlineaffinität von Brustkrebspatientinnen

05.10.16

Passend zum Brustkrebsmonat Oktober gibt es Neuigkeiten: Im Rahmen unserer Veranstaltung „Projekt Diplompatientin 2012“ wurde in einer Umfrage unter 168 Frauen die Onlineaffinität von Brustkrebspatientinnen erhoben. Die nun vorliegende kurze Studie hält interessante Ergebnisse bereit – umso mehr, als die Datenbasis dieser Untersuchung ausschließlich unsere „mamazonen“ sind und Ursula Goldmann-Posch Co-Autorin dieser Publikation ist!

Der Hintergrund: Vor allem für Patienten mit langdauernden, chronischen Erkrankungen haben sich in den letzten Jahren elektronische bzw. mobile Informations- und Kommunikationsangebote (Internet, Smartphone, CallCenter etc.) sehr gut etabliert und die Einhaltung von Therapieplänen verbessert.

Gerade im Fall von Brustkrebs besteht aufgrund des langen Krankheits- und Therapieverlaufs die Notwendigkeit für eine besonders intensive Arzt-Patienten-Kommunikation. Das legt die Vermutung nahe, dass hier elektronische Angebote und Anwendungen hilfreich sein können.

Die Studie untersucht detailliert die Zusammenhänge zwischen soziodemographischen Faktoren, dem Gesundheits- bzw. Therapiestatus der Brustkrebspatientinnen und deren aktuelle Nutzung bzw. ihre Bereitschaft zur Nutzung der neuen Medien wie z. B. Internet und Handy-Anwendungen zur Verbesserung ihrer Therapie (vom direkten Kontakt zu ihrem Arzt über die Suche nach Informationen bis hin zum Austausch mit anderen Betroffenen).
Das Fazit: Mehr als 90% der Brustkrebspatientinnen nutzt das Internet intensiv dazu, sich zu informieren und auszutauschen, um ihre Therapie zu unterstützen. Solche Technologien sind also durchaus in der Lage, das individuelle Krankheits- bzw. Therapiemanagement zu verbessern: 67.3 % der Befragten stimmen hier zu.

Allerdings ist offen, ob die Ergebnisse dieser Studie tatsächlich für alle Brustkrebspatientinnen repräsentativ sind, da die Umfrage ausschließlich unter mamazone-Mitgliedern gemacht wurde. Damit bildet sie eine Gruppe von Frauen ab, die durch ihr Engagement in der Selbsthilfegruppe ein hohes Interesse an Informationen zum Thema Brustkrebs zeigt– widmet sich mamazone doch explizit der Vermittlung von Brustkrebswissen und dem Austausch der Betroffenen.

Die gesamte Studie lesen Sie hier: eHealth_patients.pdf