Mammografie
Nur in seltenen Fällen werden durch die Selbstuntersuchung und die Untersuchung durch den Arzt Knoten unter 2 cm Ausdehnung getastet. Diese können durch die Mammografie entdeckt werden.
Die Mammografie gilt derzeit als die beste Früherkennungsmethode von Brustkrebs. Studien haben ergeben, dass sich durch eine Mammografie-Reihenuntersuchung bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent senken lässt (Quelle: International Agency for Research on Cancer). Deshalb haben in Deutschland Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust (= Mammografie).
Die Untersuchung sollte in speziell dafür ausgerichteten Praxen stattfinden und durch besonders geschultes Fachpersonal erfolgen. Hochwertige und regelmäßig überprüfte Geräte halten die Strahlenbelastung der Mammografie gering.
Zum Vergleich: die übliche Strahlendosis bei einer Mammografie beträgt ca. 0,2 – 0,3 Milli-Sievert. Durch die natürliche Strahlung, die aus dem Weltraum oder aus Gesteinen und natürlichen Gasen stammt, sind Menschen in Deutschland im Durchschnitt pro Jahr etwa 2, 4 Milli-Sievert ausgesetzt. Die Strahlenbelastung einer Mammografie-Aufnahme entspricht damit etwa einem Zehntel der durchschnittlichen jährlichen Strahlenbelastung in Deutschland. Zudem betrifft die Bestrahlung der Mammografie nur das Brustgewebe, die natürliche Strahlung hingegen den ganzen Körper.
Der beste Zeitpunkt für eine Mammografie bei Frauen vor den Wechseljahren ist die erste Zyklushälfte zwischen dem Abschluss der Periode und dem Eisprung. In diesem Zeitraum sind die Brüste besser zu beurteilen und weniger schmerzempfindlich.
Einschränkungen der Aussagefähigkeit einer Mammografie gelten bei folgenden Situationen:
- sehr dichtes Brustgewebe (vor allem bei jüngeren Frauen)
- vorausgegangene Brustoperation mit Silikonkissen, das vor dem Brustmuskel liegt – es kann alle Formen von Brustkrebs verdecken
- ausgeprägte Mastopathie (gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes)
- Frauen nach einer Strahlentherapie
In diesen Fällen wie auch zur Abklärung eines verdächtigen Befundes in der Mammografie sollten ergänzende bildgebende Verfahren (beispielsweise Ultraschall-Untersuchung, Magnetresonanztomographie /MRT) durchgeführt werden.
Weitere Informationen zum Mammografie-Screening und Adressen von Mammografie-Praxen finden Sie unter www.ein-teil-von-mir.de.
Nicht hilflos zum Mammographie-Screening
Viele Frauen fühlen sich hilflos, wenn sie eine Einladung zum Mammographie-Screening bekommen. Der Rote Faden Mammographiescreening bringt Ihnen die einzelnen Schritte dieser Reihenuntersuchung ohne konkreten Brustkrebs-Verdacht für Frauen von 50 bis 69 Jahren näher.

