Selbstuntersuchung

Bei der Früherkennung von Brustkrebs ist die Selbstuntersuchung ein wichtiger Bestandteil. Umso mehr Übung Sie dabei haben, umso wirksamer ist sie, da Sie mit wachsender Erfahrung immer kleinere Veränderungen wahrnehmen können.

Die Selbstuntersuchung wird von den meisten Ärzten vom 20. Lebensjahr an empfohlen. Am meisten profitieren Frauen unter 40 Jahren von der Selbstuntersuchung, denn bei ihnen liefert die Mammografie aufgrund des dichten Brustdrüsengewebes zumeist keine guten Ergebnisse.



Wenn Sie es sich angewöhnen, einmal pro Monat Ihre Brüste abzutasten, werden Sie sehr schnell ein Gefühl für die individuelle Beschaffenheit Ihres Gewebes bekommen und Veränderungen schnell erkennen. Wichtig ist dabei, auf Knoten und Veränderungen der Brust zu achten. Sollten Sie das feststellen, geraten Sie nicht in Panik: vier von fünf Knoten sind gutartig!



Der beste Zeitpunkt für die Tastuntersuchung ist am Ende der Monatsblutung. Das Brustgewebe ist weich und leichter abzutasten. Wenn Sie keine Periode mehr haben, entscheiden Sie sich für einen bestimmten Tag, etwa den Monatsbeginn. Noch ein Tipp: Nach dem Duschen/Baden oder beim Eincremen lässt sich die Haut besonders gut abtasten.



Lassen Sie sich am besten erstmalig von Ihrem Frauenarzt die Selbstuntersuchung erklären und zeigen, und fragen Sie nach einer kostenlosen Anleitung für zuhause.

Weitere Informationen zur Selbstuntersuchung und Anleitungen dazu (als Video und pdf) finden Sie auch unter www.sicher-fuehlen.de.


Bei folgenden Anzeichen sollten Sie einen Arzt aufsuchen

  • Neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • Neu aufgetretene Größendifferenz der Brüste
  • Unterschiedliches Verhalten der Brüste beim Heben der Arme
  • Einziehung der Haut an einer Stelle oder Einziehung einer Brustwarze
  • Veränderungen einer Brustwarze
  • Einseitige wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
  • Eine plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Hautrötung im Bereich der Brust
  • Knoten in der Achselhöhle