Beeinflussbare Risikofaktoren

Hormonpräparate

a) Postmenopausale Hormontherapie (PHT)

Zwei große Studien (Women´s Health Initiative-Studie in den USA und Million Women Study aus England), die 2003 abgeschlossen wurden, haben eindeutig gezeigt, dass die Hormoneinnahme während der Wechseljahre das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöht. Dies wurde durch jüngste Statistiken aus den USA bestätigt: seit Veröffentlichung der Studien wurde die Anwendung der PHT drastisch reduziert – 2003 und 2004 sind 8 Prozent weniger postmenopausale Frauen in den Vereinigten Staaten an Brustkrebs erkrankt als in den Jahren zuvor.
Die Postmenopausale Hormontherapie stellt somit den größten vermeidbaren Risikofaktor für eine Brustkrebserkrankung dar.


b) Die Antibabypille

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wird das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, durch die Einnahme der „Pille“ allenfalls geringfügig erhöht. Diese Erhöhung hat sich zehn Jahre nach Ende der Einnahme wieder gänzlich verloren.

Wenn allerdings eine Veränderung (Mutation) des BRCA 1 Gens vorliegt, ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bei gleichzeitiger Einnahme der "Pille" erhöht.

Übergewicht/Ernährung

Durch Übergewicht bedingtes Fettgewebe – vor allem im Bauchbereich – führt über verschiedene Stoffwechselschritte zu einem erhöhten Insulinspiegel. Dieser wiederum lässt den Östrogenspiegel ansteigen, was besonders risikoreich ist für Frauen nach den Wechseljahren.

Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Ernährungsweise das Erkrankungsrisiko beeinflusst. Das gilt auch für das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Ernähren Sie sich daher natürlich und gesund. Reduzieren Sie tierische Fette und Ihren Fleischkonsum.

Alkohol/Rauchen

Experten schätzen, dass etwa vier Prozent aller Brustkrebserkrankungen auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind.  Eine Frau, die beispielsweise täglich 25 Gramm Alkohol trinkt (entspricht 0,3 l Wein oder 0,6 l Bier) erhöht ihr Brustkrebsrisiko um 31 Prozent, bei 100 Gramm Alkohol erhöht es sich um 270 Prozent (Quelle: Deutsche Krebshilfe).
Besonders schädlich ist die Kombination von Alkohol und Rauchen.

Bewegungsarmut

Regelmäßige sportliche Betätigung und körperliche Aktivität wirkt sich nachweislich risikomindernd aus. Wichtig ist dabei sehr viel mehr die Regelmäßigkeit als die sportliche Leistung. Wählen Sie am besten eine körperliche Aktivität, die Ihnen Spaß macht und üben Sie diese mindestes zwei- bis dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten aus.

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