Postmenopause

Für Frauen nach den Wechseljahren mit hormonrezeptorpositiven Tumoren gibt es verschiedene Empfehlungen zur Antihormontherapie. Hier muss man vorausschicken, dass obwohl die Eierstöcke nach den Wechseljahren nicht mehr aktiv sind, noch Östrogen an einigen anderen Stellen im Körper (z.B. im Fettgewebe) produziert wird. Daher wirken Anti-Östrogene auch bei postmenopausalen Patientinnen.

Zunehmend wird die Auswahl des medikamentösen Therapieschemas dem individuellen Risikoprofil der Patientin angepasst:

Bei hohem Rückfallrisiko wird nach der Chemotherapie entweder zuerst für 2 – 3 Jahre mit Tamoxifen und im Anschluss für weitere 5 – 7 Jahre mit einem so genannten Aromatasehemmer behandelt (Sequenz- oder Switch-Therapie). Alternativ dazu wird immer häufiger der Aromatsehemmer von Anfang an gegeben (Upfront-Therapie).

Tamoxifen befindet sich seit mehr als 30 Jahren im Handel und wird immer noch als der „Goldstandard“ der antihormonellen Therapie bezeichnet. Es blockiert die Hormonrezeptoren an den Zellen. Die im Körper (z.B. von den Eierstöcken) gebildeten Östrogene können daher nicht an die Zellen andocken und sie zum Wachstum anregen.

Aromatasehemmer blockieren das Enzym Aromatase. Dieses bewirkt die körpereigene Bildung von Östrogenen. Wird das Enzym durch Aromatasehemmer blockiert, kann der Körper keine Östrogene mehr herstellen.

Bei Frauen mit geringem Rückfallrisiko wird entweder Tamoxifen für 5 Jahre empfohlen oder die Sequenztherapie (siehe oben).

Lesen Sie mehr über die Nebenwirkungen der antihormonellen Therapie.