Strahlentherapie
Die Strahlenbehandlung dient der Zerstörung von Krebszellen
Mit energiereichen Strahlen lassen sich bösartige Zellen zerstören oder in ihrem Wachstum hemmen. Die Strahlen schädigen das Erbgut der bestrahlten Zellen. Da Krebszellen ein weniger gut arbeitendes Reparatursystem besitzen als gesunde Zellen, können sie Schäden, die durch die Strahlen hervorgerufen werden, nicht mehr beheben – die Tumorzelle stirbt ab, gesundes Gewebe wird geschont.
Die Strahlenbehandlung dient der Zerstörung von Krebszellen, die nach der Operation möglicherweise in der Brust zurückgeblieben sind. Bestrahlt wird die gesamte Brust. Auf die Stelle, wo der Tumor saß, wird in der Regel eine zusätzliche Dosis (Boost) gegeben. Empfohlen ist dies besonders bei jüngeren Frauen.
Die Strahlen- oder Radiotherapie ist zusätzlich zur operativen Entfernung des Tumors und zur medikamentösen Therapie die am häufigsten angewandte Behandlung bei Brustkrebs. Sie ist in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und verbessert worden. Dadurch ist sie meist gut verträglich.
Es ist erwiesen, dass diese Bestrahlung das Risiko eines Tumorrückfalls in der Brust (Lokalrezidiv) deutlich auf etwa ein Viertel senken kann.
Die Bestrahlung wird empfohlen bei:
- Brusterhaltenden Operationen
- Mastektomien bei erhöhtem Rückfallrisiko (beispielsweise mehr als vier Lymphknoten befallen)
- Ductalem Carcinoma in situ (DCIS)
Falls keine Chemotherapie gemacht wird, beginnt die Strahlentherapie nach Abschluss der Wundheilung, also frühestens drei bis vier Wochen nach der Operation. Ansonsten wird die Strahlentherapie im Anschluss an die Chemotherapie durchgeführt. Sie dauert rund fünf bis sechs Wochen und wird in der Regel an vier bis fünf Tagen pro Woche angewendet. Dies ist im Regelfall ambulant möglich.
Es kann während der Strahlentherapie zu schmerzhaften Rötungen der Haut kommen. Dies kann durch geeignete Hautpflege gelindert werden.

