Wussten Sie schon...

... dass Frauen mit einem hormonsensiblen „Läppchen“-Brustkrebs (Lobuläres Mamma-Karzinom) durch Alkoholkonsum am meisten gefährdet sind?
Das hat jetzt eine  Auswertung der Studiendaten von knapp 3000 Frauen ergeben, die an der Studie der Women's Health Initiative (WHI) teilnahmen.  Beim „Milchgangs“-Brustkrebs (invasiv-duktales Mamma-Karzinom) fanden die Wissenschaftler hingegen keine Beziehung zum Alkoholkonsum. Diese Form macht etwa 70 Prozent der Erkrankungen aus. Dies galt auch für den hormonunabhängigen Brustkrebs, der bei einem Drittel aller Brustkrebspatientinnen vorkommt.

Quelle: Journal of the National Cancer Institute; Li CI, et al "Alcohol consumption and risk of postmenopausal breast cancer by subtype: the Women's Health Initiative observational study" J Natl Cancer Inst 2010; DOI: 10.1093/jnci/djq316.

Wussten Sie schon...

... dass eine langfristige Störung des Tag-Nacht-Zyklus (zirkadianer Rhythmus genannt) mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden ist?

Dieser schon länger bekannten Beobachtung aus Tierexperimenten, aber auch von Schichtarbeitern sind jetzt Arbeitsmediziner der Universität Köln nachgegangen. Ihre Analyse von 30 Studien erhärtete den Verdacht, dass dauerhafte Störungen oder Unterbrechungen des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus Krebs begünstigen. Das betrifft auch Brustkrebs. Die Statistik zeigt, dass Frauen, deren innere Uhr durch Langstreckenflüge, Nachtarbeit oder Schichtdienste regelmäßig außer Takt gerät, ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Bd. 38, S.657, 2010