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Meine Brust gehört mir!

Frauen haben ein Recht auf individuelle Brustkrebs-Früherkennung

Ab Sommer 2008 soll eine Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland nur noch für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, nur noch alle zwei Jahre und nur noch in einer der vorgegebenen 94 bundesweiten Screening-Einheiten möglich sein.

Dies soll für alle Frauen gelten, ohne Berücksichtigung des persönlichen Brustkrebs-Risikos, ohne ärztliche Beratung, ohne ärztliche Untersuchung und ohne weiterführende Untersuchungen (wie etwa eine hochauflösende Sonographie oder ein Mamma-MRT). Die Mitteilung des Befundes erfolgt ebenfalls ohne Arztkontakt - nämlich postalisch. Findet sich ein auffälliges Ergebnis, gibt es ebenfalls keine Arztwahl: Die Frau muss sich dann in einer bestimmten Screening-Einrichtung – beispielsweise zur Stanzbiopsie - einfinden.

Lässt die Mammographie keine Aussage zu, z.B. weil das Brustdrüsengewebe strahlendicht ist, erhält die Frau die Auskunft „ohne Befund“ – also: "alles in Ordnung!". Sie wird nicht zum Ultraschall geschickt, sie erfährt nicht, dass die Mammographie in ihrem Fall tatsächlich gar nicht aussagekräftig ist – und wiegt sich damit in einer trügerischen Sicherheit. Auf diese Weise werden viele Frauen um die Chance einer wirklichen Früherkennung gebracht!

Für Frauen unter 50 oder über 70 wird die Situation völlig untragbar: Die Brustkrebsfrüherken-nung wird auf den Stand der 1970er Jahre zurückgeworfen – auf Selbstuntersuchung und Tastuntersuchung beim Frauenarzt beschränkt. Sie bekommen erst dann eine Mammographie, wenn es bereits eindeutige Verdachtsmomente für Brustkrebs gibt . Frauen können diesen Vorgaben auch nicht ausweichen, da es den nicht am Screening-Programm teilnehmenden Radiologen unter Strafandrohung verboten ist, eine Früherkennungs-Mammographie zu machen – selbst dann, wenn eine Frau dies ausdrücklich wünscht. Für Frauen dieser Altersgruppe wird es also überhaupt keine Mammographie zur Früher-kennung mehr geben – auch wenn die Frauen dies ausdrücklich verlangen oder selbst finanzieren wollen. Und dies, obwohl ein Drittel aller Brustkrebsfälle in dieser Altersgruppe auftritt.

Für diese Brustkrebs-Früherkennung sind wir 2001 nicht auf die Straße gegangen!

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Deshalb fordert mamazone e.V.

  • Faire und umfassende Aufklärung der Frauen über
    Leistungsfähigkeit und Leistungsgrenzen der alleinigen Screening-Mammographie zur Brustkrebs-Früherkennung
  • Erhalt der diagnostischen Angebotsvielfalt in der Brust-krebsfrüherkennung. Eine qualitätsgesicherte Früherken-nungs-Mammographie muss es auch weiterhin außerhalb von anonymen Massen-Screening-Programmen geben
  • Zugang für Frauen jeden Alters zu einer individuellen Brustkrebsfrüherkennung:  Angepasst an das persönliche Erkrankungsrisiko, mit  individueller  Beratung über
    medizinisch sinnvolle Früherkennungs-Maßnahmen
    jenseits der Mammographie
  • Selbstbestimmungsrecht und freie Arztwahl bei allen Ge-sundheitsentscheidungen – wie im Grundgesetz garantiert!

Wehren Sie sich gegen die staatliche Einheitsmedizin!
Protestieren Sie gegen die Verschlechterung der Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland und die Einschränkung von Frauen-Gesundheitsrechten!

Drucken Sie unsere Resolution aus und schicken Sie bitte an

mamazone e.V.
Postfach 310220
86063 Augsburg

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