AktuellesKongressberichte

17. Patienten-Arzt-Kongress der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, 09.–10. Mai 2015 Heidelberg

Bericht von Dipl.-Psych. Gertrud Rust

Allein der Titel der Veranstaltung lässt aufhören, es heißt nicht etwa Arzt-Patienten-Kongress, wie allgemein üblich, sondern Patienten-Arzt-Kongress, der Patient steht also an vorderster Stelle. Ein schönes Bild. Auch dafür wird die die GfBK von ihren Mitgliedern geliebt: Dass sie übliche Reihenfolgen auflöst und Informationen bietet, die häufig ein Schattendasein fristen.

Ernährung, Stoffwechsel und Nahrungsergänzung

Ernährung und Sport für ein Leben in Gesundheit: Was empfehlen die Gene? Laut Prof. Dr. Jörg Spitz aus Schlangenbad eine der wichtigsten Fragen überhaupt, jedoch bestünde zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und deren Umsetzung in die Praxis eine erhebliche Diskrepanz. 

Der genetische Code wurde 2001 entziffert, über 30.000 Gene verfügt jeder Mensch, ausschlaggebend sei jedoch, ob und welche Geninformationen abgelesen und damit in der Zelle umgesetzt würden. Die Zellen seien dabei „die Meister der Gene“ und steuerten deren Ablesefähigkeit, nicht umgekehrt. Ein Gen kann abgelesen werden, wenn es nicht durch eine sog. Methylgruppe blockiert ist. Und hier käme die Ernährung ins Spiel: durch entsprechende Nahrungsmittel, die mehr oder weniger Methylgruppen enthalten, würde die Ablesefähigkeit der Gene gesteuert. Gene reagierten also auf Umwelteinflüsse, wie und in welchem Umfang untersucht die Epigenetik (Steuerung der Genaktivität), eine der bedeutsamsten Fragestellungen in der Aufrechterhaltung von Gesundheit oder der Entstehung von Krankheiten, so Spitz.

Das Prinzip bestünde aus einem empfindlichen Zusammenspiel (komplexe Symbiose) von externen Signalen mit internen Reaktionen. Krankheiten entstünden durch eine Fehlversorgung des Organismus, und Selbstheilung bedeute die Wiederherstellung gesunder Ressourcen.

Nahrung kommt aus der Umwelt, und eine veränderte Umwelt führt so auch zu veränderten Nahrungsmitteln. Nur 10 Prozent der Bevölkerung hielten sich an die Empfehlung, fünfmal am Tag eine frische Portion Obst und/oder Gemüse zu essen, 90 Prozent bevorzugten verarbeitete Lebensmittel mit Bestandteilen aus veränderten Zuchtbedingungen und zahlreichen chemischen Zusätzen. Dieses „Junk Food“ begünstige Entzündungen und fördere Krankheiten. Die damit auch verbundene erhöhte Zuckerzufuhr führe zu einer „Verzuckerung von Eiweißkörpern“ mit negativem Einfluss auf die Zellsteuerung. Ständig erhöhte Blutzuckerspiegel überforderten auf Dauer nicht nur die Bauchspeicheldrüse mit der Insulinproduktion zum Zuckerabbau, sondern die Insulinrezeptoren von Zellen würden unempfindlich für Insulin. Eine Insulinresistenz sei die Folge. Z.B. in der Leber gespeicherte Zuckervorräte könnten dann zur Energiegewinnung nicht mehr abgerufen werden, sondern es entstünden Fettdepots, im Extremfall eine Fettleber. Fettgewebe gilt inzwischen als das größte endokrine Organ des Körpers, welches zahlreiche schädliche Botenstoffe ausschüttet. Auch die Östrogenproduktion kann nach den Wechseljahren aus Körperfett erfolgen, bedeutsam für hormon-empfindliche Brustkrebsarten.

Eine gesunde Ernährung bestünde deshalb aus frischen regionalen und saisonalen Bioprodukten aus artgerechter Herstellung, ohne künstliche Zusatzstoffe und mit einem niedrigen glykämischen Index (Maß für den Zuckergehalt).

Botenstoffe, die von Muskeln bei körperlicher Aktivität produziert werden, beeinflussten ebenfalls die Steuerung der Genaktivität (Epigenetik). Zwei Kraftübungen pro Woche oder tägliches flottes Gehen reduzierten bei Brustkrebs die Gesamtsterblichkeit um 48 und verminderten das Risiko für ein Rezidiv um 28 Prozent.

Gesunde Ernährung und Bewegung seien als Teile einer der Natur angepassten Lebensweise zu sehen, so Spitz.

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Nahrung enthält auch sekundäre Pflanzenstoffe, mit denen sich Pflanzen gegen schädliche Umwelteinflüsse zur Wehr setzen. Dr. Friedrich Migeod aus Bad Bergzabern nannte als bekannte Beispiele Kohl, Beeren, Gewürze und grünen Tee, deren entzündungshemmende und antidiabetische Inhaltsstoffe gut erforscht seien.

Wirkstoffextrakte würden als „funktionelle Nahrungsergänzungsmittel“ z.T. auch in der Onkologie eingesetzt. Sekundäre Pflanzenstoffe regulierten Zellteilungsvorgänge über bekannte Signalwege von der Zelloberfläche ins Zellinnere (Signaltransduktion).

Die Hemmung der Zellteilung bei einer Kombination von Grüntee und Kohl könne bei hormonempfindlichem Brustkrebs genutzt werden, wenn z.B. die Nebenwirkungen einer Antihormonbehandlung zu hoch seien. Das im Kohl enthaltende Indol-3-Carbinol besetze die Östrogenrezeptoren (Anlagerungsstellen an der Zelloberfläche) und erziele eine ähnliche Wirkung wie Tamoxifen. Andere Inhaltsstoffe von Kohl, die Sulphoraphane, bremsten Entzündungen und regulierten die Zellteilung. Zu nennen seien hier vor allem Brokkoli, Weiß-, Rosen- und Blumenkohl.

Das in den Schalen von roten Weintrauben enthaltene Resveratrol zeige eine ähnliche chemische Struktur wie Tamoxifen, trage so zur Hemmung der Zellteilung bei, wirke überdies blutverdünnend (antithrombotisch) und entzündungshemmend.

Bei Hirnödemen käme als Cortisonersatz der afrikanische Weihrauch mit seiner entzündungshemmenden und immunstabilisierenden Wirkung in Frage. Die enthaltenen Boswelliasäuren beeinflussten die Ausreifung von Zellen (Zelldifferenzierung) positiv und steigerten den natürlichen Zelltod (Apoptose) krankhaft veränderter Zellen.

Die Ellagsäure im Kaffee hemme die Aufnahme von Karzinogenen.

Die Kombination von Pflanzeninhaltsstoffen wirke insgesamt besser als die Einzelanwendung, und das „Schwungrad der Zellteilung“ könne auf diese Weise von verschiedenen Seiten gebremst werden, so Migeod.

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Dennoch: Krebsdiäten gibt es nicht, ist Claus Witteczek, Mayr-Arzt aus Heidelberg, überzeugt. Denn nicht allein die Ernährung sei bedeutsam, sondern die Lebensführung insgesamt. Der Gesamtzusammenhang, die ganzheitliche Sichtweise, dürfe nicht aus den Augen verloren werden. Eine Zuführung von Lebensenergie umfasse Ernährung, Bewegung und seelische Energie.

Ernährung könne aus Lebensmitteln oder industriell veränderten Nahrungsmitteln bestehen. Von zentraler Bedeutung sei die Pflege des natürlichen Stoffwechsels, da die Art der Ernährung einen weit reichenden Einfluss auf Stoffwechselvorgänge ausübt. Schwer für den Körper seien nährstoffverdichtete (hoher Nährstoffgehalt, wenig Energie) Lebensmittel zu verarbeiten, und alles was kalt, grob, roh, gepökelt oder geräuchert ist, beeinflusse den Stoffwechsel negativ.

Auch eine Fritteuse oder Mikrowelle gehörten nicht in einen „Haushalt mit gesunden Menschen“.

Vor allem jedoch sei eine geeignete Ernährungsform individuell an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen, wobei Extreme zu vermeiden seien, so Witteczek, verpflichtet den Erkenntnissen des naturheilkundlich orientierten Arztes F.X. Mayr.

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Das Update 2015 zu Vitamin D bei Krebserkrankungen durch Prof. Dr. Jörg Spitz aus Schlangenbad machte erneut die Bedeutung des „Sonnenhormons“ bewusst. „Vitamin“ D ist ein Hormon, das durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird. Die Haut gilt deshalb als endokrines (hormonproduzieren-des) Organ, und ein kompletter Schutz durch Bedeckung oder Sonnenschutz-mittel mit extrem hohem Lichtschutzfaktor, vor allem in höherem Alter, sei deshalb kontraproduktiv. Auch hier gelte: Die Dosis macht das Gift.

Vitamin-D-Rezeptoren an nahezu allen Zellen ermöglichen eine Wirkung ins Zellinnere und regulieren die Zellteilung. Für über 200 Gene ist inzwischen eine Steuerung durch Vitamin D nachgewiesen, und ein Mangel sei an der Entstehung einer Vielzahl chronischer Erkrankungen beteiligt.

Ein hoher Anteil der Bevölkerung (60 – 90 Prozent) sei jedoch vor allem im Winter unterversorgt und hätte mangelhafte Vitamin-D-Spiegel im Blut. Ein Zielwert von 40 - 60 mg/ml sei inzwischen international empfohlen, läge man darunter, sei eine Supplementierung (Ergänzung) anzustreben. Diese solle jedoch täglich erfolgen und nicht per Hochdosis an einem Tag / Woche, da das Vitamin D auf diese Weise gebunden wird.

Vitamin D und Brustkrebs: ein Mangel steigere nicht nur das Erkrankungsrisiko, sondern erhöhe auch die Metastasierungsgefahr um 94 und das Mortalitätsrisiko um 73 Prozent. Bei ausreichender Vitamin-D-Versorgung entstünden weniger Knochenmetastasen, jedoch seien nur bei ca. 10 Prozent der Brustkrebspatientinnen die empfohlenen Werte nachzuweisen, so Spitz.

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Die Schatzkiste der Natur hält eine weitere hochinteressante Substanz für Krebspatienten bereit: Kurkuma, das weltweit am meisten erforschte Gewürz, so Dr. Elke Schulz, Biochemikerin aus Konstanz. Kurkuma, eine seit 4000 Jahren in der ayurvedischen Medizin eingesetzte Heilpflanze, enthält als Hauptwirkstoff Curcumin, das die „Mutter aller Tumorerkrankungen“, die Entzündung, hemme, aber auch positiv in die Regulierung innerer und äußerer Signalwege von Krebszellen eingreife. In allen Stadien der Tumorentwicklung seien „Antikrebseffekte“ zu beobachten, u.a. eine Steigerung der Aktivität des Immunsystems und bei Brustkrebs z.B. erhöhte Apoptoseraten (Steigerung des natürlichen Zelltods). Eine Arbeit zu Curcumin in der Krebstherapie von Peter Bauer und Wolfgang Kreis wurde in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie veröffentlicht: DZO 2011; 43(4):144-149.

Eine Kontaktaufnahme mit Dr. Schulz ist unter dr.elke.schulz(at)gmail.com möglich.

Das Immunsystem regulieren und aktivieren

Therapeutische Fortschritte bei Krebserkrankungen in der Schulmedizin seien eher auf eine verbesserte Früherkennung zurück zu führen und die Erfolge im Vergleich zu den Kosten zu gering, so Dr. Heinz Mastall aus Elbtal, Mitbegründer der GfBK.

Steigende Rückfallraten bei einem geschädigten Immunsystem begründeten die Notwendigkeit einer individuell angepassten immunbiologischen Krebsmedizin unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden Verfahren. Als Basics der integrativen biologischen Krebsmedizin seien eine psychische Stabilisierung, die körperliche Betätigung, Stoffwechselaktivierung und Ernährungsverbesserung, sowie die Immuntherapie anzusehen. 

Emotionaler Dauerstress gelte als Mitauslöser für eine Krebserkrankung und körperliche Aktivität halbiere nahezu das Auftreten von Brustkrebs und senke die Rezidivraten. In Planung stehe eine Studie, in welcher die Wirksamkeit sportlicher Betätigung gegen die Wirksamkeit des Antiöstrogens Tamoxifen getestet werden solle.

Bei einer Ernährungsverbesserung sei der Blick vor allem auf die Mastmethoden in der Tierzucht zu lenken. Getreide- und Hormonmast („Fast Food für Kühe und Hühner“) erhöhe den Anteil entzündungsfördernder Omega-6-Fettsäuren, die zudem die Blutgerinnung steigerten und das Zellwachstum anregten. Nicht die Fleischfarbe sei deshalb entscheidend, sondern die Aufzuchtbedingungen der Tiere
Aus Zucker bilde sich bei Vergärung Milchsäure, welche das Tumormikromilieu (unmittelbare Tumorumgebung) auflockere und so eine Absiedlung von Tumorzellen begünstige.

Eine Immuntherapie beginne mit einer Herd- und Darmsanierung, einem Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts und der Erstellung eines Immunprofils. Erhöhte Tumormarker seien abzuklären. 
In der darauf folgenden Organotherapie kämen u.a. Thymusextrakte und Enzyme zum Einsatz, Mistelanwendungen und Selen, eine orthomolekulare Therapie (Nahrungsergänzung u.a. mit Vitaminen), sowie eine Ozontherapie (Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Körperzellen).

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Auch Ausleitung und Entgiftung hätten einen wesentlichen Anteil an Heilung und Gesundheit, so Dr. Uwe Reuter von der Klinik im Leben in Greiz.

Eine Ausleitung bedeute die Beseitigung aller den Heilungsweg und die Selbstregulation behindernden Substanzen, sodass Selbstheilungskräfte ihre Wirkung entfalten könnten. Zu nennen seien hier Genussgifte, Umwelt-schadstoffe, Zusätze in Fertignahrung und Schwermetalle, mit denen besonders ältere Menschen belastet seien. 

Ein Umweltschadstoff „erster Güte“ sei Glyphosat (Roundup), ein Abkömmling des im Vietnam-Krieg eingesetzten Entlaubungsmittels Agent Orange,  weltweit das Unkrautvernichtungsmittel Nummer 1 und auch in Deutschland vermehrt eingesetzt. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO stufte Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein, auch Erbgutschädigungen seien laut IARC nicht auszuschließen. Ein erbitterter Streit zwischen „(Land-)Wirtschaft und Gesundheit“ ist derzeit im Gang.

Der Nachweis von Schlacken und Schadstoffen gelinge in hoher Empfindlichkeit durch eine Lebendblutuntersuchung im Dunkelfeldmikroskop, Teil einer ganzheitlichen biologischen Diagnostik. Eine Anregung des Stoffwechsels mit geeigneten Mitteln solle die Ausscheidung schädlicher Substanzen ermöglichen, eine derartige Entgiftungskur sei einmal im Jahr anzuraten.

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Grundlage für alle Stoffwechselprozesse ist Wasser. Der Mensch besteht zu 60-70 % aus Wasser, täglich trinken wir Wasser und kochen mit Wasser. Wasser sollte also gesund, d.h. schadstofffrei sein und im Idealfall heilende Wirkung entfalten. 

Die Heilkraft des Wassers beruhe laut Dr. Kirsten Deutschländer von der Klinik Inntaler Hof in Neuburg am Inn auf seiner Reinheit und seiner Transport- und Entgiftungsfunktion. Seit Jahren sinke allerdings die Wasserqualität und Erkrankungen nähmen zu. Eine gute Wasserqualität lieferten jedoch Arteserquellen, die unter dem Grundwasserspiegel liegen. Arteserwasser sei keimfrei, rein, sauber, kristallin und werde unverändert schonend abgefüllt. In einer kleinen Pilotstudie konnten nach mehrwöchigem Genuss u.a. eine Stoffwechselregulierung, ein Rückgang von allergischen und entzündlichen Reaktionen, verbesserter Schlaf  und eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit beobachtet werden.

Für weitere Informationen: praxis.dr.de(at)googlemail.com und als Buchtipp Andrea Tichy: Lebendiges Wasser - Quell der Gesundheit. 

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Selbstheilungskräfte aktivieren

Wie gelangt Energie zur rechten Zeit an den richtigen Ort? Für Prof. Dr. Albrecht Hempel vom Zentrum für Energie- und Umweltmedizin in Dresden (www.zeums.de) bietet die Energiemedizin einen neuen Zugang zu Tumorerkrankungen. 

Eine Störung von Energieflüssen ohne Möglichkeit zur Gegenregulierung könne Erkrankungen auslösen. Beobachtbar seien derartige Störungen auf der feinstofflich-energetischen Ebene (Naturheilkunde), der morphologischen Ebene (sichtbare Strukturen und Formen von Organismen, Schulmedizin) und im funktionellen Bereich. Eine frühzeitige Entdeckung von Regulationsstörungen im Energiebereich sei vor sichtbaren Veränderungen möglich.

Krebs aus energiemedizinischer Sicht bedeute den Unterschied in der Energiegewinnung von gesunden und Krebszellen. Krebszellen gewinnen ihre Energie nicht mehr über die normale Zellatmung, sondern stellen auf Vergärung um. Ein natürlicher Zelltod (Apoptose) sei nicht mehr möglich, und auch die Abwehrkräfte wären geschwächt. Der Nachweis sei über Photonenemissionen (charakteristische Lichtaussendung) bei gesunden und Krebszellen möglich. Ein Energiewiederaufbau auf allen Ebenen, auch im seelischen Bereich und eine Wiederherstellung des normalen Lebensrhythmus, könne die „Regenerierung“ von Krebszellen begünstigen.

Energiediagnostik erfolge mittels Messung von Energieströmen, u.a. der Elektroakupunktur nach Voll (Messung von Hautwiderständen), der Erfassung der Herzratenvariabilität (Fähigkeit zur Veränderung des Herzrhythmus), dem Elektroenzephalogramm (EEG) nach Haffelder und weiterer biophysikalischer Methoden.

Im Zentrum stünde die Frage: Wie viel Energie ist vorhanden, und wie gut ist die Regulationsfähigkeit? Gelänge eine Wiederherstellung gesunder Energie-ströme durch Behebung von Energiemängeln, könnten Selbstheilungskräfte angeregt werden und die Heilungsraten stiegen. Therapeutische Ansatzpunkte zur Verbesserung des Energiezustands und zur Anregung der Regenerations-fähigkeit wären u.a. eine Verminderung der Schadstoffbelastung durch Ausleitung und eine Vermeidung von Elektrosmog, sowie die Behandlung seelischer Belastungen. 

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Wie gelangt Energie zur rechten Zeit an den richtigen Ort? Für Prof. Dr. Albrecht Hempel vom Zentrum für Energie- und Umweltmedizin in Dresden (www.zeums.de) bietet die Energiemedizin einen neuen Zugang zu Tumorerkrankungen.

Eine Störung von Energieflüssen ohne Möglichkeit zur Gegenregulierung könne Erkrankungen auslösen. Beobachtbar seien derartige Störungen auf der feinstofflich-energetischen Ebene (Naturheilkunde), der morphologischen Ebene (sichtbare Strukturen und Formen von Organismen, Schulmedizin) und im funktionellen Bereich. Eine frühzeitige Entdeckung von Regulationsstörungen im Energiebereich sei vor sichtbaren Veränderungen möglich.

Krebs aus energiemedizinischer Sicht bedeute den Unterschied in der Energiegewinnung von gesunden und Krebszellen. Krebszellen gewinnen ihre Energie nicht mehr über die normale Zellatmung, sondern stellen auf Vergärung um. Ein natürlicher Zelltod (Apoptose) sei nicht mehr möglich, und auch die Abwehrkräfte wären geschwächt. Der Nachweis sei über Photonenemissionen (charakteristische Lichtaussendung) bei gesunden und Krebszellen möglich. Ein Energiewiederaufbau auf allen Ebenen, auch im seelischen Bereich und eine Wiederherstellung des normalen Lebensrhythmus, könne die „Regenerierung“ von Krebszellen begünstigen.

Energiediagnostik erfolge mittels Messung von Energieströmen, u.a. der Elektroakupunktur nach Voll (Messung von Hautwiderständen), der Erfassung der Herzratenvariabilität (Fähigkeit zur Veränderung des Herzrhythmus), dem Elektroenzephalogramm (EEG) nach Haffelder und weiterer biophysikalischer Methoden.

Im Zentrum stünde die Frage: Wie viel Energie ist vorhanden, und wie gut ist die Regulationsfähigkeit? Gelänge eine Wiederherstellung gesunder Energie-ströme durch Behebung von Energiemängeln, könnten Selbstheilungskräfte angeregt werden und die Heilungsraten stiegen. Therapeutische Ansatzpunkte zur Verbesserung des Energiezustands und zur Anregung der Regenerations-fähigkeit wären u.a. eine Verminderung der Schadstoffbelastung durch Ausleitung und eine Vermeidung von Elektrosmog, sowie die Behandlung seelischer Belastungen. 

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Die Schnittstellen zwischen Psyche, Nerven-, Hormon- und Immunsystem und die Frage, ob sich psychosoziale Einflüsse in diesen Körpersystemen abbilden, sind Thema der Psychoneuroimmunologie. Prof. Dr. Dr. Christian Schubert, Psychoneuroimmunologe aus Innsbruck, stellte eine dazu passende Frage: „Kann Glaube heilen?

Diese Fragestellung reiche über die Defektreparatur der „Akut- und Maschinen-medizin“ hinaus und versuche die Bedeutung von psychodynamischen Prozessen für chronische Erkrankungen zu beleuchten. Ein Ansatz, der auf die Erkenntnisse des legendären Pioniers der psychosomatischen Medizin, Thure von Uexküll zurück geht.

Psyche, Nerven-, Hormon- und Immunsystem stünden ständig miteinander in Kontakt. Wird ein Stimulus (äußerer Reiz) vom Zentralnervensystem als Stressor (stressauslösend) bewertet, werden Stresshormone mit Folgen für verschiedene Körperfunktionen ausgeschüttet.

Distress (schädlicher Stress) entstünde, wenn Anforderungen die Fähigkeit zur Bewältigung (Kompetenz) überstiegen, bei Eustress (gesundes Anregungsniveau) stünden ausreichend Ressourcen für die Problemlösung zur Verfügung.

Stressoren bewirkten Immunveränderungen, und langfristiger Distress sei mit vermehrten Infektionen, Wundheilungsstörungen und Allergien verbunden und steigere zusätzlich die Rückfallgefahr. Das Stresshormon Cortisol behindere den natürlichen Zelltod (Apoptose), auch träten unter Stress vermehrt Entzündungen auf. 

Das sympathische Nervensystem (Aktivitätssteigerung bei tatsächlicher oder gefühlter Belastung / Stressreaktion) fördere die Vermehrung von Krebszellen und behindere die Wirkung einer Chemotherapie. Der Einsatz von Beta-Blockern zur Abschwächung von Stressreaktionen vermindere dagegen das Metastasierungs- und das Sterblichkeitsrisiko. 

Psychologische Maßnahmen zur Stressbewältigung könnten damit zur Stärkung des Immunsystems beitragen, der Nachweis gelänge über die Messung immunologischer Parameter (Kenngrößen) wie die Immunzellzahl oder Entzündungswerte.

Gläubigkeit, der Glaube an und das Vertrauen auf Heilung, das Gefühl von Geborgenheit und die Einbettung in einem spirituellen System wirkten stressmindernd und dadurch lebensverlängernd.

Buchtipp: Christian Schubert (Hrsg.): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, Kontakt: www.christian-schubert.at 

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Es gilt also, „Die Kraft der Seele für den Heilungsweg nutzen“, wie das gelingen könnte führte der Ärztliche Direktor der GfBK,  Dr. György Irmey aus Heidelberg, eindrücklich vor Augen. 

Gesundung sei nur auf der der Ebene des gesamten Organismus denkbar und eine Trennung in verschiedene Teilbereiche unangemessen, denn Alles hänge mit Allem zusammen. Die Betonung des Gesunden, statt ausschließlicher Aufmerksamkeit für das Kranke, lasse Kraftquellen entstehen. Im Umgang mit einer Krebserkrankung sei zwar Aktivität notwendig, aber kein Aktionismus. 

In einem Zitat von Franz von Assisi komme dies anschaulich zum Ausdruck: „Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche, dann schaffst Du vielleicht das Unmögliche“. Hier müsse auch dem Druck der Behandler, sowohl in der Schul- als auch in der Komplementärmedizin, stand gehalten werden. Sehr klar habe dies eine Patientin ausgedrückt: „Schlimmer als die Krankheit ist der Druck der Ärzte. Sich dagegen zu wehren braucht meine ganze Kraft“.

Es solle nichts verinnerlicht werden, was die Hoffnung raubt, insbesondere keine Aussagen zu begrenzten Zukunftschancen. Auch Vergleiche mit Mitmenschen seien einer Heilung nicht förderlich, sondern die Akzeptanz als Individuum, das seinen persönlichen Weg geht.

Dem Leben sollte mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, als der Krankheit, denn Heilung geschieht, sie kann nicht „gemacht“ werden: Der Arzt kuriert, die Natur heilt!


Diese Informationen wurden mit größtmöglicher Sorgfalt wieder gegeben, jedoch kann keine Garantie für die Richtigkeit der Inhalte übernommen werden.

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