Vor der Operation

Wie Ihnen geht es 2739 Frauen in aller Welt

Wissen Sie, dass es am heutigen Tag 2739 Frauen in aller Welt so geht wie Ihnen? Sie sind mit Ihrer Diagnose, Ihren Ängsten, Ihren Vorbereitungen nicht allein!



Wichtig ist in dieser Phase zwischen Diagnose und Operation, dass Sie bestimmte Dinge noch VOR dieser entscheidenden Krebsoperation bedenken und in die richtigen Bahnen lenken. Denn Ihr Überleben hängt von der besten und nicht von der schnellsten Behandlung ab. 



Nehmen Sie sich für diese wichtigen Vorbereitungen die Zeit, die Sie benötigen und lassen Sie sich von niemandem drängen!

Folgende Checkliste soll Sie bei der Vorbereitung Ihrer Therapie unterstützen:




1. Präoperative Therapie



Wenn ihr Tumor größer ist als drei Zentimeter (T2 – T4), sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über eine präoperative (= neoadjuvante) medikamentöse Therapie sprechen.

2. Präoperative Diagnostik

Die Suche nach Tochtergeschwülsten (Metastasen) wird normalerweise nach der Operation durchgeführt. Dabei werden folgende drei Untersuchungen gemacht:

  • Knochenszintigramm
  • Ultraschall der Leber
  • Röntgenbild der Lunge


Wir raten Ihnen, diese Untersuchungen VOR der Operation machen zu lassen. Wenn Metastasen entdeckt werden, sollten Sie sich mit dem Operateur darüber beraten, ob eine radikale Entfernung der Lymphknoten – wie normalerweise üblich bei einer Brustkrebsoperation – notwendig ist.

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3. Die richtige Klinik

Eine so ernst zu nehmende Erkrankung wie Brustkrebs erfordert Beweglichkeit. Achten Sie darauf, dass das Behandlungsteam in der von Ihnen gewählten oder Ihnen empfohlenen Klinik fachübergreifend zusammenarbeitet, wie es den Vorgaben für ein Brustzentrum entspricht. Sie sollten sich außerdem erkundigen, ob Sie an dieser Klinik an klinischen Studien teilnehmen können. Dies kann eine optimale Behandlung und Nachsorge nach modernsten Methoden ermöglichen.

Wir empfehlen, dass Sie sich an einem zertifizierten Brustzentrum operieren lassen. Diese gewährleisten eine höchstmögliche Qualität der Therapie.

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4. Vorgespräche

Führen Sie VOR Ihrer stationären Aufnahme ein Beratungsgespräch mit Ihrem Operateur. Falls Sie das Gespräch nicht überzeugt hat, können Sie zu diesem Zeitpunkt sehr viel leichter von Ihrer Absicht, Ihr Leben in die Hände dieses Arztes zu legen zurücktreten als wenn Sie bereits im Nachthemd in Ihrem Krankenhausbett liegen.



Lassen Sie sich in diesem Gespräch genau aufklären über die bevorstehende Operation und die nachfolgenden Behandlungsoptionen und versuchen Sie, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob dieser Operateur für Sie ein vertrauenswürdiger Arzt und Mensch ist. Diskutieren Sie auch mit ihm, gegebenenfalls unter Hinzuziehen des Pathologen, welche Diagnostikmethoden an Ihrem Tumorgewebe an dieser Klinik durchgeführt werden und besprechen Sie die Möglichkeit, weitere Prognosemarker bestimmen zu lassen.

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5. Voruntersuchungen

Bitten Sie Ihren Arzt, VOR der Operation auch Ihre Tumormarker (CEA und
CA 15-3) im Blut bestimmen zu lassen. Nur dann haben Sie später einen Anhalts- punkt, wie Ihre Tumormarker auf eine Nachbehandlung reagieren und ob sie später einen Rückfall anzeigen.

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6. Unterlagen

Bereiten Sie nach Möglichkeit folgende Unterlagen vor bzw. fordern Sie diese von Ihren Ärzten an:

Mammografiebilder der vergangenen Jahre:


Diese beinhalten für die Ärzte eine wichtige Information darüber, wie schnell der Tumor gewachsen ist. Sie sollten diese von Ihrem Radiologen oder Frauenarzt anfordern – Sie haben ein Anrecht auf die (leihweise) Herausgabe Ihrer Mammografiebilder!



Krankengeschichte/Medikamente:


Ihre Ärzte werden es Ihnen danken, wenn Sie bereits mit einer Liste über Ihre vorangegangenen Operationen, über schwere Erkrankungen, Allergien sowie häufige Erkrankungen in der Familie in die Klinik kommen. Sie sollten auch eine Liste aktuell eingenommener Medikamente zusammenstellen.

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7. Stärken Sie Ihr Immunsystem

Die bevorstehende Operation belastet – wie jeder chirurgische Eingriff – Ihren Körper. Sie können sich auf diesen Eingriff vorbereiten, indem Sie Ihr Immunsystem stärken.

Auch während der Therapie unterstützt die Einnahme etwa von Nahrungsergänzungsmitteln mit Mineralstoffen wie Selen die Behandlung. Beraten Sie sich darüber mit Ihrem Arzt oder/und Heilpraktiker.

Hier finden Sie eine Übersicht an sinnvollen Ergänzungen aus der Komplementären Onkologie.

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