mamazones PET-ition

Medizinische Neuerungen kommen in Deutschland zu spät an

Die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) ist derzeit das einzige molekulare Bildgebungsverfahren, das Krebsgewebe aufgrund eines gesteigerten Stoffwechsels der kranken Zellen erkennen kann. Die CT (Computer-Tomographie) dazu zeichnet eine genaue anatomische 3D-Landkarte des Körpers. Durch die Kombination beider bildgebenden Verfahren kann der Tumor eindeutig lokalisiert werden. Die neueste Gerätegeneration der PET/CT entdeckt mit einer Bildauflösung auf nunmehr 2 mm im PET und 0,75 mm im CT-Teil selbst kleinste Absiedlungen.

Wie eine aktuelle, prospektive Studie  an 22.975 Krebspatienten erneut bestätigte, kann mit der PET/CT eine belastende Diagnose-Odyssee vermieden werden. Darüber hinaus hatte die PET/CT-Untersuchung bei über 20 Tumorarten in 75 Prozent aller Fälle eine Behandlungskorrektur zur Folge.

Das Ansprechen auf eine Chemotherapie kann bereits nach drei bis vier Wochen statt wie bisher erst nach drei Monaten festgestellt werden. Diagnostische Defizite werden aufgehoben und die vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten (Chirurgie, Strahlen-, Chemotherapie) gezielter eingesetzt. Patientinnen in der Nachsorge können bei einem Verdacht ihren ganzen Körper innerhalb von kurzer Zeit auf Metastasen oder einen Zweitkrebs untersuchen lassen.

Deutschland verfügt bei 82 Millionen Einwohnern derzeit über rund 60 PET/CT-Geräte, die Zahl der PET-Geräte ist rückläufig. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 2007 nach jahrelanger Beratungsarbeit ein positives Votum für die Diagnose von Lungenkrebs erteilt. Weitere Indikationen (Lymphdrüsenkrebs, Brustkrebs) stehen noch aus.

Das Diagnoseverfahren mit PET und PET/CT wird hingegen in fast allen anderen europäischen Ländern von den sozialen Gesundheitssystemen für wichtige Indikationen erstattet. Das staatliche Versicherungsprogramm der USA, Medicare, erkennt auf Grundlage der oben genannten aktuellen prospektiven Studie die PET/CT ohne Einschränkung für alle Krebsarten in der Tumordiagnostik an.

Warum sollte das in einem reichen Land wie Deutschland nicht auch möglich sein, zumal für die häufigste Krebsart bei Frauen, dem Brustkrebs?

Deshalb hat mamazone beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eine PET-ition eingereicht.

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