Busenfreund - Ein Wissenschaftspreis an die Brustkrebsforschung
Das Projekt "Busenfreund - ein Wissenschaftspreis von Patientinnen an die Brustkrebsforschung" ist ein Projekt von Ursula Goldmann-Posch.
Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Patientinnen sein.
Patientinnen werden ihr Recht auf Mitbestimmung einfordern. Patientinnen werden eine Lobby bilden. Betroffene werden aufhören, Opfer zu sein.
Patientinnen werden beginnen, kompetent und mündig zu sein:
Denn nur wenn Patientinnen Teil des Entscheidungsprozesses sind, können sie auch Teil ihres Heilungsprozesses werden.
Ein Mittel zur Ermutigung von Patientinnen mit Brustkrebs, das zugleich auch ein Zeichen ihrer Gleichberechtigung im Gesundheitswesen sein soll, ist der erste Deutsche Patientinnenpreis:
Mit dem "Busenfreund - ein Wissenschaftspreis von Patientinnen an die Brustkrebsforschung" wollen Patientinnen mit Brustkrebs Ärzten und Forschern Mut machen.
- Mut machen, auf einem Feld auseinander driftender Einzelinteressen in Onkologie und Gynäkologie, die Bedürfnisse von Frauen mit Brustkrebs an die erste Stelle zu setzen.
- Mut machen, dem Brustkrebs mit aller Kraft wissenschaftlicher Erkenntnis den Kampf anzusagen.
Der Busenfreund wird verliehen in Form einer handgefertigten Bronze Statuette, die von der Künstlerin Maya Vester eigens für mamazone entworfen und gespendet wurde. Erfahren Sie mehr über die Künstlerin hier.
Wer den Busenfreund erhält, bestimmen die Mitglieder von mamazone.
Busenfreund Preisträger
Busenfreund 2003
Prof. Dr. med. Ingo J. Diel, Gynäkologischer Onkologe am Centrum für Ganzheitliche Gynäkologie, Mannheim, erhielt den "Busenfreund 2003" für seine Pionierleistungen bei der Vorbeugung von Knochenmetastasen durch die Medikamentengruppe der Bisphosphonate.
Busenfreund 2004
Prof. Dr. med. Siegfried Seeber, Direktor der Klinik für Tumorforschung in Essen, erhielt auf der 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie den Wissenschaftspreis von mamazone an die Brustkrebsforschung - "Busenfreund 2004". Professor Seeber hat gemeinsam mit Frau Dr. Petra Stieber und mamazone das "Netzwerk Neue Nachsorge" initiiert.
Laudatio
Busenfreund 2005
Prof. Dr. med. Richard Paul Baum, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin / PET-Zentrum, Zentralklinik Bad Berka erhält den ”Busenfreund 2005” für seine Verdienste an der Erforschung und medizinischen Anwendung eines bildgebenden Verfahren, das enorme Möglichkeiten vor allem in der Krebsdiagnostik bietet. Mit der kombinierten Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und der Computertomografie (CT) gelingt es mit einer einzigen Untersuchung (PET/CT), kleinste Krebsherde im Körper aufzuspüren, ohne in diesen eindringen zu müssen.
Laudatio
Busenfreund 2006
„Busenfreund 2006“ wurde Prof. Dr. med. Michael Untch, Chefarzt der Frauenklinik Helios-Klinikum, Berlin-Buch. Seinem großen Engagement ist es zu verdanken, dass Brustkrebspatientinnen mit HER2/neu positivem Tumor schon frühzeitig in den Genuss der Therapie mit dem Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) gleich im Anschluss an die Erstbehandlung gekommen sind, obwohl die offizielle Zulassung des Antikörpers für den Einsatz in der Primärtherapie noch ausstand. Aufgrund der überzeugenden Studienergebnisse zum Einsatz auch in der adjuvanten Situation hat der ausgewiesene Experte bereits im Vorfeld der Herceptin-Zulassung mehr als 70 Gutachten für HER2/neu-positive Patientinnen verfasst, die ihren Anspruch auf die überlebenswichtige Therapie vor Gericht eingeklagt haben- in allen Fällen mit Erfolg, die gesetzlichen Kassen mussten die Kosten übernehmen. Damit hat er für die Betroffenen einen wichtigen „Überlebensbeitrag“ geleistet.
Laudatio
Busenfreund 2007
Der „Busenfreund 2007“ wurde an den Onkologen Prof. Dr. med. Kurt Possinger von der Charite Campus Mitte Berlin verliehen, dessen wissenschaftliches Interesse und wissenschaftliche Kompetenz seit fast vier Jahrzehnten darauf gerichtet ist, vom therapeutischen Gießkannenprinzip wegzukommen und jeder Patientin für ihren individuellen Brustkrebs ein angepasstes Behandlungskonzept angedeihen zu lassen.
Busenfreundin 2008
Der "Busenfreund 2008" wurde an Prof. Dr. med. Christiane Kuhl vom Institut für Radiologie der Universität Bonn verliehen. Prof. Kuhl gehört zur Crème de la Crème der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Früherkennung von Brustkrebs beschäftigen. Darüber hinaus ist sie eine engagierte und für die Politik unbequeme Anwältin für die Gesundheitsrechte von Frauen – und zwar von an Brustkrebs erkrankten wie gesunden Frauen.
Busenfreundinnen 2009
Der "Busenfreund 2009" wurde dieses Jahr an zwei Wissenschaftlerinnen verliehen:
Frau Prof. Tanja Fehm ist Gynäkologin mit dem Schwerpunkt onkologische Gynäkologie an der Universitäts-Frauenklinik in Tübingen.
Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer ist Biologin und glaubt, dass die Auffindung und Charakterisierung von Tumorzellen uns Aufschluss darüber gibt, aus welchem Stoff diejenigen Zellen sind, die der Standardchemotherapie trotzen und wie sie vielleicht mit neuen Mitteln bekämpft werden können.
Gemeinsam sind die beiden Forscherinnen den zirkulierenden Tumorzellen auf den Fersen. Sie wollen sie dingfest machen, ihre Anzahl und Charaktereigenschaften bestimmen und ihre Bedeutung für unseren Krankheitsverlauf und unser Überleben erkennen.











