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Fulvestrant

Östrogenrezeptoren blockieren und abbauen

Fulvestrant ist ein Antiöstrogen, das zur Gruppe der SERD (Selektive Estrogenrezeptor Degrader) gehört. Es blockiert und reduziert Hormonrezeptoren für Östrogen und zwar nicht nur bei bestimmten Gewebetypen (wie es Tamoxifen macht), sondern bei allen Gewebetypen. 

Angewendet wird Fulvestrant

  • bei postmenopausalen Frauen
  • bei prämenopausalen Frauen nur in Verbindung mit GnRH-Analoga
  • nur bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom
  • als Depotspritze

Spezifische mögliche Nebenwirkungen und Gegenanzeigen von Fulvestrant

Fulvestrant verursacht die üblichen Nebenwirkungen der Antihormontherapie

Die bedeutendsten spezifischen möglichen Nebenwirkungen von Fulvestrant sind:

  • Erhöhung des Thromboserisikos. Deshalb ist Fulvestrant für Frauen, die bereits eine Thrombose oder eine Lungenembolie hatten, eher nicht geeignet.
  • Erhöhung der Bilirubin- und Leberenzymwerte. Deshalb ist Fulvestrant für Frauen mit einer schweren Einschränkung der Leberfunktion kontraindiziert.
  • Erhöhung des Risikos für Osteoporose: Vor und während der Therapie mit Fulvestrant sollte die Knochendichte routinemäßig kontrolliert werden, um frühzeitig einer Osteoporose entgegenwirken zu können.
  • Fulvestrant ist fruchtschädigend.  Eine sichere Verhütung ist unbedingt notwendig.
  • Fulvestrant darf während der Stillzeit nicht gegeben werden.

Elacestrant, ein weiterer SERD - gute Phase III Studienergebnisse

Kommt mit Elacestrant bald eine SERD–Tablette? Die ESMERALD-Studie zeigte hierzu ermutigende Ergebnisse.

05 2022 "Veröffentlichung der Daten der zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie EMERALD im Journal of Clinical Oncology" auf Krebsnachrichten.de
12 2021 "Positive Ergebnisse der EMERALD-Studie für Elacestrant vorgestellt" auf Krebsnachrichten.de 

Fulvestrant /Capevastin Kombi – ermutigende Phase III Studienergebnisse

Lesen Sie hierzu in unserem mamazone MAG vom Juni 2023 auf Seite 14 den Artikel

„Neue Behandlungsoptionen bei Aromatasehemmer-Resistenz: Kombinationstherapie zeigt hoffnungsvolle Ergebnisse“