BrustkrebswissenRisiko & Diagnostik

Früherkennung

Die wichtigste Rolle und die größte Chance im Kampf gegen den Brustkrebs spielt nach wie vor die Früherkennung. Früherkennungs-Untersuchungen schützen nicht vor dem Ausbruch der Krankheit. Aber durch regelmäßige Kontrolle besteht die Chance, einen entstehenden Tumor rechtzeitig zu erkennen, so dass die Erkrankung geheilt werden kann, bevor sie sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird.

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen!

Zur Früherkennung werden folgende Untersuchungen genutzt:

Brust-Tastuntersuchung: Frauen ab 20 sollten ihre Brust monatlich selbst abtasten, am besten nach der Periode. Mit der Zeit erkennt man so Veränderungen, die auf Brustkrebs hindeuten können frühzeitig. Ab 30 Jahren übernimmt die Krankenkasse zusätzlich eine jährliche Tastuntersuchung beim Frauenarzt zur Brust-Tastuntersuchung

Mammographie: Die Mammographie erkennt Knoten ab 0,5 cm. Frauen zwischen 50 und 75 Jahren haben in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung. Bei dichtem Brustgewebe ist die Aussagekraft begrenzt – hier helfen Ultraschall oder MRT. zur Mammographie

Tomosynthese: Die Tomosynthese (3D-Mammographie) erkennt frühe Tumore besser als die normale Mammographie, kann aber keinen Mikrokalk darstellen. Die Strahlenbelastung ist etwas höher als bei der Mammographie. zur Tomosynthese

Brustultraschall: Der Brustultraschall ist strahlenfrei und deshalb auch für Schwangere geeignet. Er ergänzt die Mammographie besonders bei dichtem Brustgewebe. Als reine Früherkennungsmaßnahme ist er in der Regel eine Selbstzahlerleistung; zur Abklärung von Beschwerden übernimmt die Krankenkasse die Kosten. zum Brustultraschall

MRT: Die MRT ist das genaueste bildgebende Verfahren in der Brustdiagnostik – strahlenfrei und besonders treffsicher bei dichtem Gewebe, aggressiven Tumoren und lobulären Karzinomen. Sie ist jedoch teurer. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur in bestimmten Fällen, etwa bei familiärem Risiko im Rahmen der intensivierten Früherkennung oder unklaren Vorbefunden. zur Brust-MRT

Weitere Informationen

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2018 "Das beobachten wir erstmal: Verzögerte Diagnose" von Brigitte Roth

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 "Das Mammographie Screening Programm" von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie GBR.