Risikofaktoren
Die meisten Mammakarzinome entwickeln sich, ohne dass eine einzelne Ursache gesichert dafür auszumachen wäre. Man geht davon aus, dass meistens zahlreiche Einflüsse zusammenwirken müssen, um eine Brustkrebserkrankung auszulösen.
Allerdings kennt man inzwischen eine Vielzahl von Faktoren, die das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen.
Das Wissen um diese Risikofaktoren hilft Ihnen Ihr persönliches Erkrankungsrisiko besser einzuschätzen und die Intensität der Früherkennungsmaßnahmen daran auszurichten. Daneben können Sie manche dieser Risikofaktoren auch durch Ihren Lebensstil günstig beeinflussen.
Warum ich? Habe ich etwas falsch gemacht?
Warum habe gerade ich Krebs bekommen? Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich womöglich selbst schuld an meiner Erkrankung? Viele PatientInnen stellen sich solche Fragen.
Einerseits ist es natürlich wichtig über seine individuellen Krebsrisiken Bescheid zu wissen, denn vielleicht kann man dann in Zukunft die ein oder andere risikosenkende Maßnahme ergreifen.
Aber bitte quälen Sie sich keinesfalls mit irgendwelchen Selbstvorwürfen! Sie glauben Sie hätten durch einen gesünderen Lebensstil vielleicht Ihre Erkrankung verhindern können? Mag sein, aber wissen kann das niemand, denn wie oben gesagt muß vieles zusammenkommen damit ein Mammakarzinom entsteht.
Was letztlich die Krankheit bei Ihnen zum Ausbruch gebracht hat, kann keiner mit Sicherheit sagen! Manche Menschen erkranken trotz hohem statistischen Risiko erfreulicherweise nicht, andere trotz niedrigem statistischem Risiko leider doch.
Richten Sie den Blick nach vorne! Vielleicht können Sie in Zukunft den ein oder anderen Risikofaktor senken beispielsweise durch Sport oder gesunde Ernährung. Das wäre doch ein guter Ansatz. Ein quälender Blick zurück ist müßig und bringt Sie nicht weiter.
Kann ich mein Erkrankungsrisiko beeinflussen?
Teilweise ja. Es gibt beeinflussbare Risikofaktoren, aber auch Risikfaktoren, die Sie nicht beeinflussen können und hinnehmen müssen.